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Ying - Der Tiger
vom 01.02.1938 bis 19.02.1939, 18.02.1950 bis 06.02.1951, 06.02.1962 bis 25.01.1963, 24.01.1974 bis 10.02.1975, 11.02.1986 bis 30.01.1987.
Der Tiger ist ein undisziplinierter Nörgler. Er hat ein aufbrausendes Wesen und greift gern Leute an, die rangmäßig über ihm stehen. Er ist aus dem Holz geschnitzt, aus dem Revolutionäre und Führer gemacht sind. Leider verdient er das Vertrauen nicht immer, das ihm entgegengebracht wird - ob es sich nun um Geschäfte, um die Liebe oder um den Krieg handelt. Der Tiger kann seine Mitmenschen in eine Katastrophe stürzen, er liebt die Gefahr bis zur Tollkühnheit und wirkt daher auf viele unwiderstehlich.
Er kann nicht gehorchen, verlangt aber seinerseits blinden Gehorsam. Kaum jemand wagt es, ihm die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Der Tiger ist immer seiner Zeit voraus, er verachtet alle Konventionen. Trotzdem kann es passieren, daß er so lange vor einer Entscheidung zruückschreckt, bis es zu spät ist. Der Tiger kann Offizier, Generaldirektor oder auch eine berüchtigter Gangser werden. Er liebt jeden Beruf, der ein Risiko birgt.
Das Gleiche gilt für Tigerfrauen, die immer die ersten sind, wenn es um neue ungewöhnliche Ideen geht. Der Tiger ist nicht dirket am Geld interessiert, er kann es aber auch da zu etwas bringen. Dieser große Kämpfer ist jedoch sensibel und gefühlsbetont. Er ist einer großen Liebe fähig. Und die Tigerfrau lässt sich auf zahlreiche Abenteuer ein, die allerdings selten gut ausgehen. Der Tiger liebt ein ereignisreiches, leidenschaftliches und aufregendes Leben. Und dieses Leben, seine Liebe zur Gefahr, treiben ihn dazu, sein Leben immer wieder aufs Spiel zu setzen. Deshalb sterben viele Tiger eiens gewaltsamen Todes.
Den Tiger streichelt man nicht, sagen die Chinesen. Man achtet ihn, man sieht zu ihm auf. Und schon fängt der Wilde an zu schnurren. So harmlos sind Tiger allerdings auch wieder nicht. Sie gehen auf die Jagd, meiden keinen Streit - Kampf ist ihr Lebenselixier. Tiger sind verwegen, sie schauen weder nach rechts noch links, wenn sie Beute wittern. In Tiger-Jahren Geborene streben geradewegs nach oben. Sie wollen bewundert werden. Aber ist nicht ihre Tüchtigkeit, ihr gesitiges Format, das ihrer Mitmenschen Bewunderung erheischt, es ist die Persönlichkeit. Ihre Autorität ringt selbst den Gegnern Anerkennung ab. Diese Bewunderung macht sie aber manchmal eitel. Die meisten wissen sie aber als Geschenk zu nehmen und danach zu handeln; sie sind vorbildliche Vorgesetze, einmalige Kollegen. Der Beifall spornt sie zu neuen Taten an.
Der Tiger kann Ungerechtigkeit nicht ausstehen, er kämpt solange für soziale Gerechtigkeit, bis er selbst zum Kapitalisten wird. Das ist das Zwiespältige in der Nachtseele des Tigers. Man muß den Tigern aber eine gehörige Portion Dickköpfigkeit bescheineigen. Tiger jagen ihr Wild solange, bis es erschöpft um Gnade fleht. Sie sind ausdauernd, könne aber auch überzeugen. Nur verlieren sie oft den Spaß an der Sache. Tiger sind WEchselfreudig - im Beruf, bei den Idealen und in der Liebe.
Tiger binden sich oft zu schnell; und dann wissen sie daß Liebe unglücklich macht. Für Augenblicke nur - an der nächsten Ecke steht ja schon ein anderer, der ihnen noch mehr zu bieten hat. Sie stolpern gewissermaßen von einem Abenteuer in das nächste. Einige Tiger werden erst nach der Lebensmitte vernünftig, manche überhaupt nicht. Viele kuschen nach genügend Erfahrungen und lassen sich dann zähmen. Man gebe den Tigern, die man an sich bindet, nur ja ein wenig Auslauf, sonst brechen sie aus und verschwinden. Was Ehepartner an ihren Tigern übrigens besonders lieben, ist deren Temperament, aber auch die Einfühlsamkeit mit der sie auf alles eingehen, was dem adneren Kummer macht. Bei den Tigern kommt es auch darauf an wann sie geboren sind. Kinder der Nacht sind ausgeglichener und fröhlicher als ihre Schwestern und Brüder, die um die Mittagszeit das Licht der Welt erblickten.
Der Tiger kann sich mit dem Pferd zusammen tun und auch mit dem Drachen der seine Kraft und Vorsicht mit ihm teilen wird, oder mit dem Hund, der ihm zur Seite stehen wird, wenn eine große Sache zu Verteidigen ist. Dagegen muß er die weise Schlange meiden, die ihn nicht versteht und dem Affen, er ist für ihn zu boshaft. Er sollte sich nicht mit einem Büffel einlassen, denn der Büffel wird ihn angreifen, um ihn zu vernichten. Wenn ein Tiger und ein Büffel unter einem Dach leben, steht Unheil ins Haus.
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